4/26: Gedenktag am 27. Januar - Gedenkveranstaltung, Ausstellung und Konzert in der Gedenkstätte Sachsenhausen
21. Januar 2026
Nr.: 4/2026
Die Gedenkstätte Sachsenhausen lädt am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Dienstag, 27. Januar 2026, zu mehreren Veranstaltungen ein. Bei einer Gedenkveranstaltung am Gedenkort „Station Z“ sprechen Gedenkstättenleiterin Astrid Ley und Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke zu den Anwesenden. Anschließen findet eine Kranzniederlegung statt.
Um 16.00 Uhr präsentieren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Panketal im Neuen Museum eine Rollup-Ausstellung, in der sie die Ergebnisse eines zweitägigen Workshops über Musik im KZ Sachenhausen verarbeitet haben. Die Ausstellung zeigt den Blick der Jugendlichen auf die im KZ Sachenhausen inhaftierten Musiker Martin Rosebery d'Arguto und Marius Flothuis. Außerdem thematisiert sie das Spannungsfeld zwischen Musik, die von der SS befohlen wurde, und heimlichem Musizieren der Häftlinge als Mittel der Selbstbehauptung.
Ein um 17.00 Uhr beginnendes Gedenkkonzert steht unter dem Motto „Metamorphosen der Trauer und Freude“. Im ersten Teil erklingen neben kammermusikalischen Werken von David Popper, Don Jaffé und Anna Segal auch zwei Kompositionen, die im KZ Sachsenhausen entstanden sind: das Duettino pastorale für zwei Violinen von Marius Flothuis und der „Jüdische Todessang“ von Martin Rosebery d'Arguto. Der niederländische Komponist Marius Flothuis (1914-2001) wurde 1943 von den Nationalsozialisten verhaftet und gelangte über das KZ Herzogenbusch im September 1944 in das KZ Sachsenhausen. Der in Polen geborene Musikpädagoge, Dirigent und Komponist Martin Rosebery d'Arguto (1890-1942) kam um 1912 nach Berlin, wo er sich als Chorleiter einen Namen machte. Im KZ Sachsenhausen, wo er ab 1939 inhaftiert war, gründete er einen jüdischen Chor, für den er mehrere Stücke schrieb. Er ist im KZ Auschwitz oder auf dem Transport dorthin umgekommen. Nach der Pause erklingt die Kammersinfonie für Streichorchester op. 110 a von Dmitri Schostakowitsch, eine Bearbeitung des 8. Streichquartetts c-moll (1960), das den Opfern des Faschismus und des Krieges gewidmet ist.
Dienstag, 27. Januar 2026
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
15.00 Uhr: Gedenkveranstaltung
Ort: Zentraler Gedenkort „Station Z“
16.00 Uhr: Präsentation der Rollup-Ausstellung „Musik im KZ Sachsenhausen“
Ort: Neues Museum
17.00 Uhr: Gedenkkonzert „Metamorphosen der Trauer und Freude“
mit Werken von David Popper, Marius Flothuis, Don Jaffé, Martin Rosebery d'Arguto, Anna Segal und Dmitri Schostakowitsch
Ausführende: Ramón Jaffé (Violoncello und künstlerische Leitung), Jiří Hanousek (Violoncello), Monica Gutman (Klavier), Frithjof Martin Grabner (Kontrabass), Emil Rovner (Gesang und Violoncello), Arkadi Marasch (Violine), Serafina Jaffé (Harfe), Aida Demirkan (Violine), Jamila Asgarzade (Violine), Janay Tulenova (Violine), Julia Rebekka Adler (Violine), Misha Balan-Dorfman (Violine) sowie Rana Abdelwahab (Viola)
Ort: Neues Museum
De Eintritt ist frei, Anmeldung erbeten: veranstaltungen(at)gedenkstaette-sachsenhausen.de
Das Konzert und die Rollup-Ausstellung werden vom Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22 | 16515 Oranienburg
Information: www.gedenkstaette-sachsenhausen.de
Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.