Für den Besuch der Gedenkstätte und der Ausstellungen kann zwischen verschiedenen Angeboten gewählt werden:
- Allgemeine oder thematische Gruppenführungen in zahlreichen Sprachen.
- Gruppenführungen in einfacher Sprache.
- Eine Audioführung in zahlreichen Sprachen kann im Besuchsinformationszentrum entliehen werden.
- Mehrstündige Workshops mit methodischen oder thematischen Schwerpunkten:
- Selbstgestalteter Rundgang durch die Gedenkstätte Sachsenhausen.
- Niedrigschwelliger Einstieg in die Geschichte des KZ Sachsenhausen mit einem Fokus auf dem Alltag der Häftlinge.
- Im Rahmen eines Workshops mit Fundstücken, Häftlingszeichnungen oder Fotografien erschließen sich Gruppen den Alltag der Häftlinge durch die Beschäftigung mit Quellen.
- Für thematisch vertiefende Workshops steht ein breites Themenspektrum zum historischen Ort oder zu einzelnen Häftlingsgruppen zur Auswahl.
- NEU: Die Geschichten von Häftlingen des Sowjetischen Speziallagers können mit einer Lern-App entdeckt werden.
Mehrtägige Seminare und Projekte, wie beispielsweise Rechercheprojekte zu KZ-Außenlagern oder die Begleitung von Gedenkveranstaltungen. Für Mehrtagesseminare kann auch ein kunst- oder medienpädagogischer Zugang gewählt werden.
Internationale Jugendbegegnungen und Studycamps.
Viele der mehrtägigen Programme werden in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte „Haus Szczypiorski“ durchgeführt.
Unsere Web-App „Dingen auf der Spur“ bereitet Schüler:innen und andere Interessierte auf den Gedenkstättenbesuch vor. Mit dem Angebot kann anhand historischer Objekte die Geschichte des KZ Sachsenhausen digital erkundet werden.
Benötigen Sie Unterstützung für einen barrierefreien Besuch der Gedenkstätte? Sprechen Sie uns gerne an!
Rechte Vorfälle in Ihrer Klasse oder Gruppe?
Wenn es in Ihrer Klasse oder Gruppe zu rechten Vorfällen gekommen ist und Sie einen Besuch der Gedenkstätte planen, sprechen Sie uns bitte unbedingt vorab an!
In unseren Bildungsangeboten liegt der Hauptfokus auf der Geschichte des Ortes.
Wenn sich Jugendliche in Ihrer Klasse rechtsextrem äußern oder sich in rechten Gruppierungen engagieren und Sie aus diesem Grund mit ihnen die Gedenkstätte besuchen möchten, halten wir dies nicht für zielführend.
Für eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit Themen wie Demokratiefeindlichkeit, Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus empfehlen wir Ihnen die folgenden Webangebote, Beratungsstellen und Einrichtungen:
- Bundesverband Mobile Beratung, Beratungsteams bundesweit im Überblick: https://bundesverband-mobile-beratung.de/mobile-beratung/#Beratungsteams
- Netzwerk für Demokratie und Courage: https://www.netzwerk-courage.de/
- Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V., Übersicht der Beratungsstellen in Deutschland: https://verband-brg.de/beratung/#beratungsstellen
- Beratungskompass Verschwörungsdenken: https://beratungskompass-verschwoerungsdenken.de/
- Informationen, Handlungsempfehlungen, Argumentationshilfen gegen antisemitische Äußerungen und Übergriffe: https://www.stopantisemitismus.de/
- Hintergrundanalysen, pädagogische Konzepte, Webangebote zu Antisemitismus, Rassismus und weiteren Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: https://www.bildung-in-widerspruch.org/
- Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (Angebote für Schulen, außerschulische Formate): https://www.kiga-berlin.org/
Besuch der Gedenkstätte mit Kindern
Bitte beachten Sie, dass das Mindestalter für unsere pädagogischen Programme 14 Jahre beträgt. Dieses Mindestalter empfehlen wir in der Regel auch für Einzelbesucher:innen bzw. Familien mit Kindern.
Die Ausstellungen in der Gedenkstätte sind nicht für jüngere Besucher:innen konzipiert. Es sind zahlreiche Bilder zu sehen, auf denen Gewalt und Tod dargestellt werden. Wichtig sind ein zumindest geringfügiges historisches Vorwissen sowie die Fähigkeit, Gefühle und Gedanken artikulieren zu können, um diese Eindrücke einzuordnen und zu verarbeiten. Eine emotionale Überforderung sollte unbedingt vermieden werden.
Geeignete Orte für Kinder unter 14 Jahren, die Informationen zum Thema Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg bieten, sind beispielsweise das Berliner Anne Frank Zentrum und das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. Am Lernort 7 x jung bietet Gesicht Zeigen! Workshops für Schüler:innen ab der 5. Klasse zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sowie zu Identität, Ausgrenzung und Solidarität heute an.
