Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Sonderausstellungen

frauenHAFT. Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945-1956)

Eine Wanderausstellung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung der Stiftrung Brandenburgische Gedenkstätten stehen die 1.119 Frauen und 25 Kinder, die am 11. Februar 1950 im Kontext der Auflösung des Speziallagers in Sachsenhausen an die DDR übergeben und in die Strafanstalt Hoheneck verbracht wurden. Anhand von Fotos, Berichten und Erinnerungsstücken werden zwölf Frauen biografisch vorgestellt. Ihre Schicksale erzählen ein fast vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte, das von Verfolgung, Unrecht, Leid und Selbstbehauptung geprägt war.

 

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Young Interventions – Unerzählte Geschichte(n)

Die Ausstellung „Young Interventions – Unerzählte Geschichte(n) zeigt an unterschiedlichen Orten in der Gedenkstätte zehn künstlerische Arbeiten und fünf Kurzfilme, die im Rahmen des Projekts „Young Interventions“ entstanden sind. Dabei haben sich Jugendliche und jüngere Erwachsene aus verschiedenen Ländern, unter ihnen Nachkommen ehemaliger Häftlinge, in künstlerischen Workshops mit der Geschichte des KZ Sachsenhausen und mit der Frage, wie daran heute erinnert und der Opfer gedacht werden kann, auseinandergesetzt.

Im Mittelpunkt der künstlerischen Interventionen stehen die Perspektiven der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die heutige Gedenkstätte und die Frage, welche Geschichten fehlen. Thematisiert werden zum Beispiel das Gedenken an Sinti und Roma oder auch an weibliche Häftlinge, die im Langbordell als Zwangsprostituierte arbeiten mussten. Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet. Jedes Kunstwerk stellt eine Frage an die Betrachtenden und fordert sie zum Nachdenken auf.

„Young Interventions“ war ein dreijähriges kulturpädagogisches Projekt der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, das im Rahmen des Programms „Jugend erinnert“ von 2020 bis 2022 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wurde. Die Ausstellung bildet den Abschluss des Projekts, bei dem erfolgreich neue kulturpädagogische Formate der zeithistorischen Bildung entwickelt und erprobt wurden.