Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Bildungsangebote

Die Gedenkstätte Sachsenhausen versteht sich als modernes zeithistorisches Museum mit besonderen Aufgaben. Dazu gehört neben der Zusammenarbeit mit Überlebenden und deren Angehörigen vor allem die historisch-politische Bildungsarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Sachsenhausen bringen die Geschichte des historischen Ortes jährlich knapp 70.000 Besuchern und Besucherinnen im Rahmen von insgesamt ca. 3.000 Führungen, Studientagen oder Mehrtagesseminaren näher. Eine Audioführung in zahlreichen Sprachen zu allen Phasen der Geschichte Sachsenhausens kann im Besucherinformationszentrum entliehen werden.

Das pädagogische Angebot umfasst ein Spektrum verschiedener Formate von zweistündigen allgemeinen oder thematischen Führungen in zahlreichen Sprachen – auch in Leichter Sprache – über aktivierende Kurzzeitformate, ganztägige Studientage bis hin zur Begleitung von Gedenkveranstaltungen oder Jugendaustauschprojekten. Außerdem betreuen Pädagoginnen und Pädagogen Mehrtagesseminare, Projektwochen (z.B. Rechercheprojekten zu KZ-Außenlagern), Workcamps und Jugendbegegnungen. Viele mehrtägige Programme werden auch in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Haus Szczypiorski durchgeführt. Für Mehrtagesseminare kann ein kultur- oder medienpädagogischer Rahmen gewählt werden.

Bei Studientagen kann entweder ein methodischer oder ein thematischer Schwerpunkt gewählt werden. Im Rahmen eines Studientags mit Fundstücken oder mit Häftlingszeichnungen erschließen sich die Teilnehmer beispielsweise den Alltag der Häftlinge durch die Beschäftigung mit konkreten Quellen. Für thematisch vertiefende Studientage steht ein breites Spektrum an Seminarthemen zum historischen Ort Sachsenhausen oder auch zu einzelnen Häftlingsgruppen zur Auswahl. Schließlich können auch allgemeine Fragen eines Gedenkstättenbesuchs unter pädagogischer Begleitung gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitet werden, z.B. „Wozu soll man gedenken? Und wie?“.

Im Sinne der Barrierefreiheit bieten die pädagogischen Dienste auf vorherige Nachfrage selbstverständlich Unterstützung für Besucherinnen und Besucher an.