Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Orientierung auf dem Gelände der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

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1 Besucherinformation / Waffenmeisterei

Das Gebäude, in dem sich seit 2004 das Besucherinformationszentrum befindet, wurde 1939/40 als Werkstatt für die Wartung und Pflege von Waffen errichtet.

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2 Bronzemodelle

KZ Sachsenhausen 1944/45
Sowjetisches Speziallager 1947/48
Nationale Mahn- und Gedenkstätte 1961

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3 Lagerstraße

Über die Lagerstraße, die die KZ-Kommandantur und das Häftlingslager vom Bereich des SS-Truppenlagers trennte, wurden die Häftlinge in das Lager getrieben.

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4 SS-Truppenlager

Bestandteil des KZ-Komplexes war eine Kasernenanlage, wo KZ-Wachmannschaften ausgebildet wurden und untergebracht waren. Dort befanden sich auch zentrale Einrichtungen für das gesamte KZ-System. Im westlichen Teil befindet sich seit 2006 die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg.

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5 Eingang Kommandantur und Häftlingslager

Genau auf der Mittelachse der Gesamtanlage befindet sich der Eingang, durch den die ankommenden Häftlinge das KZ Sachsenhausen betraten.

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6 Kommandatur

Im Kommandanturbereich zwischen SS-Truppenlager und Häftlingslager befanden sich die Büros, Unterkünfte und ein Kasino für die etwa 100-250 Angehörigen des SS-Kommandanturstabes.

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7 Kommandantenhaus

DIE KONZENTRATIONSLAGER-SS 1936-1945:
ARBEITSTEILIGE TÄTERSCHAFT
Im Konzentrationslager waren die Häftlinge der fast unbeschränkten Herrschaft von 100-250 Mitgliedern des SS-Kommandanturstabes unterworfen. Bis zu 3.500 weitere SS-Männer gehörten der Totenkopfstandarte Brandenburg an. Im Kommandantenhaus liefen alle Fäden zusammen. Hier berieten der Kommandant mit seinen sechs Abteilungsleitern und dem Chef der Wachtruppe u. a. über die Durchführung von Massenmordaktionen. Die Ausstellung, die in den original erhaltenen Büroräumen des Kommandantenhauses gezeigt wird, versucht an zwei Beispielen, die Verantwortung der einzelnen Täter vor dem Hintergrund ihrer Biografien zu veranschaulichen.

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8 Neues Museum

KZ ORANIENBURG 1933/34
In einer ehemaligen Brauerei mitten in der Stadt Oranienburg richtete die örtliche SA am 21. März 1933 das erste Konzentrationslager in Preußen ein. Über 3000 Häftlinge, vor allem politische Gegner der Nationalsozialisten, wurden dort gedemütigt und misshandelt, einige sogar ermordet. Die Ausstellung zeigt anhand von Kunstwerken, Gegenständen, Dokumenten, Filmen und Hörbeispielen den raschen Übergang vom Straßenterror zum staatlich organisierten KZ-System.

VON DER ERINNERUNG ZUM MONUMENT 1950-1990
Die mit Filmen, Hörbeispielen, Kunstwerken, Plänen und zahlreichen Gegenständen bestückte Ausstellung thematisiert die Geschichte der Gedenkstätte, von den ersten Anfängen des Gedenkens nach 1945 über die Einweihung als Nationale Mahn- und Gedenkstätte 1961 bis zur deutschen Einheit 1989. Sie zeigt die von den Architekten und Gestaltern der DDR vorgenommenen erheblichen Veränderungen des historischen Ortes ebenso wie wichtige Aspekte des politisch instrumentalisierten Antifaschismus.

SONDERAUSSTELLUNGEN

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9 Gedenkzeichen

Am Weg, über den bis 2003 die Besucher die Gedenkstätte betraten, befinden sich Gedenksteine, Tafeln und Skulpturen, die an Häftlingsgruppen oder einzelne Häftlinge des KZ Sachsenhausen erinnern.

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10 Eingang zum Häftlingslager "Turm A"

DIE KONZENTRATIONSLAGER-SS 1936-1945:
EXZESS- UND DIREKTTÄTER IM KZ SACHSENHAUSEN
Im Turm A hatte die „Abteilung III (Schutzhaftlager)“ der KZ-Kommandantur ihren Sitz. Deren Angehörige übten die unmittelbare Herrschaftsgewalt über die Häftlinge aus. Ihre Tätigkeit wird in der Ausstellung dargestellt, wobei ausgewählte Exzesstaten und die Tatbeteiligten - von den SS-Blockführern bis zum Reichsführer SS - im Mittelpunkt stehen. Außerdem wird die besondere architektonische Konzeption des KZ Sachsenhausen thematisiert, in der sich der totale Herrschaftsanspruch der SS spiegelte.

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11 Sicherungsanlagen

Die aus dem Todesstreifen, einem elektrisch geladenen Zaun und der Lagermauer bestehenden Sicherungsanlagen wurden beim Aufbau der Gedenkstätte 1961 rekonstruiert.

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12 Appellplatz

Auf dem halbkreisförmigen Appellplatz mussten die Häftlinge zunächst dreimal täglich, später morgens und abends zum Zählappell antreten - eine oft stundenlange Tortur bei Regen und Kälte.

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13 Schuhprüfstrecke

Auf der 1940 angelegten Schuhprüfstrecke mit unterschiedlichen Bodenbelägen mussten Häftlinge des Strafkommandos durch permanentes Marschieren Lederersatzstoffe für die deutsche Schuhindustrie testen.

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14 Kleines Lager

In dem 1938 errichteten Barackenkomplex waren bis zu ihrer Deportation nach Auschwitz im Oktober 1942 die meisten der jüdischen Häftlinge untergebracht.

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15 Baracke 38

JÜDISCHE HÄFTLINGE IM KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945
Die Baracken 38 und 39 gehörten zum „kleinen Lager“. Dort pferchte die SS zwischen November 1938 und Oktober 1942 alle jüdischen Häftlinge zusammen. 1992 zerstörte ein antisemitischer Brandanschlag Teile der beiden Baracken. Im neu erbauten „Museum Baracke 38“ wird die Geschichte der jüdischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen u. a. an exemplarischen Lebensläufen veranschaulicht.

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16 Baracke 39

DER 'ALLTAG' DER HÄFTLINGE IM KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945
In der Baracke 39 thematisiert die vorwiegend medial gestaltete Ausstellung das tägliche Erleben der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Zwanzig exemplarisch ausgewählte KZ-Häftlinge berichten über ihre individuellen Erfahrungen, über "Wege nach Sachsenhausen", die "Häftlingsgesellschaft", "Arbeit", "Raum und Zeit", "Gewalt, Sterben und Tod" sowie über das "Leben mit der Erinnerung".

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17 Zellenbau

DER ZELLENBAU DES KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945
Das 1936 von KZ-Häftlingen errichtete Gebäude diente als Gestapo- und Lagergefängnis. Es war ein von Geheimnissen umgebener Ort grausamer Misshandlungen und Morde. Im Zellenbau vollstreckte die SS nicht nur die Lagerstrafen, sondern inhaftierte dort auch besonders prominente Häftlinge. Die Dokumentation befindet sich in fünf Zellen im einzigen erhaltenen Trakt der ursprünglich dreiflügeligen Gefängnisanlage.

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18 Passage to Zone II of the Soviet Special Camp

In der östlichen Lagermauer wurde 1946 ein Durchgang zwischen der Zone I und der Zone II des Speziallagers geschaffen. Hier befindet sich der erste, im Sommer 1990 errichtete Gedenkstein für Opfer des Speziallagers.

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19 Häftlingslager

Die Unterkunftsbaracken wurden in vier Reihen um den halbkreisförmigen Appellplatz errichtet. Zusammen mit dem 'Kleinen Lager' bestand das KZ Sachsenhausen aus 68 Baracken.

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20 Standort des Galgens

Hinrichtungen vor den auf dem Appellplatz angetretenen Häftlingen dienten der Abschreckung. Zu Weihnachten ließ die SS hier einen Weihnachtsbaum aufstellen.

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21 Häftlingswäscherei / Veranstaltungsraum

In dem 1937 errichteten massiven Gebäude wurde in großen Abständen die Kleidung der Häftlinge gewaschen. Heute befinden sich hier ein Veranstaltungssaal, ein Mehrzweckraum und ein Raum für Werkstattausstellungen.

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22 Häftlingsküche

DAS KONZENTRATIONSLAGER SACHSENHAUSEN 1936-1945. EREIGNISSE UND ENTWICKLUNGEN
Die Ausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche beleuchtet zentrale Ereignisse aus der Geschichte des KZ Sachsenhausen, sie veranschaulicht Veränderungen und Kontinuitäten, Phasen und Zäsuren. Im Untergeschoss, dem ehemaligen Kartoffelschälkeller, sind eindrucksvolle Wandmalereien aus der Zeit des Konzentrationslagers und des sowjetischen Speziallagers zu sehen. Ein 20minütiger Film, der in einem separaten Kinoraum gezeigt wird, verknüpft die Geschehnisse im KZ Sachsenhausen mit der allgemeinen historischen Entwicklung zwischen 1933 und 1945.

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23 Mahnmal der "Nationalen Mahn- und Gedenkstätte" (1961)

Der etwa 40 Meter hohe Obelisk war das zentrale Mahnmal und das Wahrzeichen der 1961 eröffneten Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen der DDR.

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24 Lagermauer an der "Station Z"

MORD UND MASSENMORD IM KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945
Die Dokumentation informiert sowohl über die Geschichte des Ortes als auch über die verschiedenen Anlagen des Konzentrationslagers zur Ermordung von Menschen. Vor allem werden einzelne Mord- und Massenmordaktionen dargestellt, darunter auch die Ermordung von etwa 13.000 sowjetischen Kriegsgefangenen im Herbst 1941.

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25 Erschießungsgraben

Im Erschießungsgraben wurden Widerstandskämpfer, Wehrdienstverweigerer oder von NS-Sondergerichten Verurteilte hingerichtet.

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26 Gräberfeld mit Asche von KZ-Opfern

1996 und 2004 wurden im Umfeld der "Station Z" mehrere Gruben gefunden, in denen die SS die Asche aus dem Krematorium verkippt hatte.

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27 Gedenkort "Station Z" für die KZ-Opfer

Im Bereich der Fundamente des Krematoriums und der Vernichtungsanlagen befindet sich der zentrale Gedenkort für die Opfer des KZ Sachsenhausen.

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28 Industriehof

Im fast vollständig erhaltenen Industriehof befanden sich SS-eigene Werkstätten, in denen KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten.

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29 Turm E

DIE STADT UND DAS LAGER 1936-1945
An der nördlichen Spitze des Lagerdreiecks befindet sich der Turm E. Hier informiert eine kleine Ausstellung über die vielfältigen Beziehungen zwischen dem KZ Sachsenhausen und der Stadt Oranienburg bzw. der Gemeinde Sachsenhausen.

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30 KZ-Sonderlager / Zone II des Speziallagers

In dem ab 1941 für besondere Häftlinge errichteten KZ-Sonderlager wurde 1946 die Zone II des Speziallagers eingerichtet. Durch ein Tor kann man auch den östlichen Teil des KZ-Sonderlagers / der Zone II erreichen, wo sich jedoch nur noch Bodendenkmale befinden.

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31 Soviet Special Camp Museum

SOWJETISCHES SPEZIALLAGER NR. 7 / NR. 1 IN SACHSENHAUSEN 1945-1950
Im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers hielt der sowjetische Geheimdienst in den Jahren 1945 bis 1950 etwa 60.000 Menschen gefangen. Das Museum dokumentiert in einem 2001 errichteten Ausstellungsgebäude sowie in zwei original erhaltenen Steinbaracken die Geschichte des Speziallagers und das Schicksal der Inhaftierten, von denen .12.000 an Hunger und Krankheiten verstarben.

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32 Massengräber und Gedenkstätte für Opfer des Speziallagers

In dem größten von insgesamt drei Massengräbern mit den Toten des Speziallagers wurden mindestens 7.000 Menschen verscharrt. 1993 wurde hier eine Gedenkstätte eingeweiht.

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33 Site of the first Crematorium

Unweit vom Wachturm C wurde 1939 unmittelbar hinter der Lagermauer im Bereich des Industriehofes das erste Krematorium errichtet, das bis zum Bau der "Station Z" im Frühjahr 1942 genutzt wurde.

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34 Krankenrevierbaracken

MEDIZIN UZND VERBRECHEN. DAS KRANKENREVIER DES KZ SACHSENHAUSEN 1936-1945
Die original erhaltenen Baracken R I und R II des Krankenreviers stammen aus der Entstehungszeit des Konzentrationslagers. Die Ausstellung "Medizin und Verbrechen" zeigt nicht nur die dort begangenen medizinischen Verbrechen wie Zwangssterilisation und -kastration, Krankenmord und Menschenexperimente. Sie widmet sich auch der "alltäglichen" medizinischen Versorgung im Lager und den Häftlingen, die sie leisteten oder als Patienten benötigten. Dazu gehören die Männer, die nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 schwerkrank ins KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Thema ist auch die Rolle des KZ Sachsenhausen als Schauobjekt bei Besucherführungen.

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35 Pathology Building and Cellar Mortuary

In der 1941 errichteten Pathologie wurden die Leichen der Verstorbenen und Ermordeten obduziert.

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36 Massengräber für KZ-Opfer

In sechs Massengräbern mit jeweils ca. 50 Toten wurden Häftlinge bestattet, die nach der Befreiung des Lagers am 22./23. April 1945 im Krankenrevier verstarben.

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37 T-Gebäude

DIE ZENTRALE DES KZ-TERRORS. DIE INSPEKTION DER KONZENTRATIONSLAGER 1934-1945
Wenige hundert Meter vor der heutigen Gedenkstätte entfernt, befand sich 1938-1945 die Verwaltungszentrale des gesamten KZ-Systems. Die Schreibtischtäter der „Inspektion“ waren maßgeblich an der Planung und Ausführung der Verbrechen beteiligt. Sie bestimmten über die Haftbedingungen, koordinierten die Zwangsarbeit und organisierten den Massenmord. Die Ausstellung befindet sich im ehemaligen, weitgehend original erhaltenen Arbeitszimmer des obersten Chefs des gesamten KZ-Systems.

Interaktiver Lageplan