Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Mehrtagesangebote

Die Gedenkstätte bietet mehrtägige Seminare und Projekte zur Geschichte des KZ Sachsenhausen oder des sowjetischen Speziallagers an. Maßgebend sind dabei die Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmer. Diese erhalten Gelegenheit zur Erkundung historischer Orte inner- und außerhalb der Gedenkstätte. Wir unterstützen sie dabei, eigene Fragen zu entwickeln und diesen gemeinsam nachzugehen. Abwechslungsreiche Methoden geben Raum für Recherche, Diskussionen und Reflexionen.   

Mehrtägige Seminare können sich aus folgenden Modulen zusammensetzen:  

  • Einführung: Das KZ Sachsenhausen im Kontext der NS-Geschichte
  • Einführung: Zeugnisse aus dem KZ Sachsenhausen
  • Führung durch die Gedenkstätte Sachsenhausen
  • Workshops mit thematischem Schwerpunkt
  • Besuch des Gedenkortes KZ-Außenlager Klinkerwerk
  • Radtour: Das KZ Sachsenhausen und die Stadt Oranienburg
  • Zusatzmodul: Und wenn ich nichts fühle…? Erinnern und Gedenken heute
  • Filmangebot
  • Ausflug nach Berlin: Gedenkzeichen im Stadtbild

Seminare mit besonderem methodischen Zugang  

Kunst Raum Erinnerung – Kunst- und Kulturpädagogische Seminare

Eine besondere Form der eigenständigen und reflektierenden Auseinandersetzung mit dem historischen Ort und seiner Geschichte ermöglichen Methoden, die Ansätze der Kunst-, Kultur- und Gedenkstätten-Pädagogik verbinden. Die Aneignung der Geschichte während eines Gedenkstättenbesuchs ist durch Emotionen, sinnliche Wahrnehmungen oder Eindrücke geprägt, die oft nur schwer sprachlich artikuliert werden können. Die Teilnehmer gehen eigenen Fragestellungen nach und lernen ihre Gedanken mit künstlerischen Mitteln auszudrücken und gemeinsam darüber zu reflektieren:

  • Von welcher Geschichte zeugen die sichtbaren und verborgenen Spuren?
  • Wie wirkt der historische Ort auf mich?
  • Was irritiert, worüber möchte ich mehr wissen?

Es entstehen Comics, analoge Fotos aus der selbst gebauten Lochbildkamera, Soundcollagen, eigene Texte oder Skulpturen. So können Eindrücke und Emotionen auch über sprachliche Barrieren hinweg vermittelt und zur Diskussion gestellt werden.

Es ist kein Vorwissen nötig, die Techniken werden im Seminar vermittelt. Für kunst- und kulturpädagogische Seminare sollten mindestens vier Tage eingeplant werden. Es können zusätzliche Kosten für Material und Honorare für Künstler entstehen. Gerne denken wir mit Ihnen über Fördermöglichkeiten nach.

Beispiele für Projekte mit selbstgebauten Lochbildkameras finden Sie hier

history.maps.online – Medienpädagogische Seminare 

Die räumliche Dimension der Geschichte steht im Mittelpunkt dieses Seminars. Die Teilnehmer beschäftigen sich mithilfe von Materialien und Ausstellungen mit verschiedenen Aspekten der Geschichte des KZ Sachsenhausen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in einer digitalen Karte, die in einem Weblog veröffentlicht werden kann.

Durch die geografische Verortung von Biografien von Verfolgten, Arbeitskommandos der Häftlinge oder Außenlager des KZ Sachsenhausen in einer multimedialen Karte wird den Teilnehmern deutlich, dass sich die KZ-Geschichte nicht auf das Gelände der heutigen Gedenkstätte beschränkt, sondern nach Deutschland und ganz Europa reicht. Die Teilnehmer lernen, wie sie Texte, Fotos, Videos oder Sounds nutzen können, um Geschichte anschaulich und quellenbasiert zu erzählen.

Für medienpädagogische Seminare sollten mindestens vier Tage eingeplant werden. Es können zusätzliche Kosten für Material und Honorare entstehen. Gerne denken wir mit Ihnen über Fördermöglichkeiten nach.

Beispiele finden sie hier.

Geschichte vor Ort erforschen – Projektwoche zu einem Außenlager des KZ Sachsenhausen

In den 1940er Jahren wurden in Berlin und Branden­burg zahlreiche kleinere und größere Außen­lager und Außenkommandos des KZ Sachsenhausen errichtet, wo KZ-Häftlinge für die SS oder für Privatunternehmen Zwangsarbeit leisten mussten. Über viele dieser Lager ist bis heute immer noch wenig bekannt. Wir wollen Jugendliche dazu ermutigen, diese Geschichte „vor ihrer Haustür“ zu erkunden.

Im Rahmen einer Projektwoche oder unterrichts­begleitender Workshops unterstützen wir sie bei der selbstständigen Recherche. Eigene Forschungen werden durch eine Einführung in die Themen Zwangsarbeit und KZ-Außenlager im Nationalsozialismus vorbereitet. Recherchen in der Gedenkstätte Sachsenhausen, aber auch Tipps zur Nutzung anderer Archive und zum Gespräch mit Experten sind Teil des Projektes. Ergebnis könnte zum Beispiel eine öffentliche Präsentation, ein Zeitungs­artikel, ein Gedenkzeichen vor Ort oder eine Webseite sein.