Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Internationale Jugendbegegnungsstätte - Haus Szczypiorski

15 Minuten Fußweg von der Gedenkstätte entfernt, bietet die Internationale Jugendbegegnungsstätte Schulklassen und außerschulischen Gruppen Studientage und mehrtägige Programme zur Geschichte des Lagerkomplexes Sachsenhausen an. Im "Haus Szczypiorski" kann fern vom Schulalltag historische Bildung mit Freizeit und Entspannung kombiniert werden. Mit ihren 32 Betten, Seminarräumen und einer Bibliothek sowie dem begrünten Außengelände bietet die Begegnungsstätte Raum für Workshops, kreative Kunst- und Medienseminare, aber auch für gemeinsames Kochen oder ein Fußballturnier.

Theodor Eickes Ehefrau Bertha im "Kleinen Salon" (1942)
Andrzej Szczypiorski in der Gedenkstätte Sachsenhausen (1995)

Die ehemalige Dienstvilla des Inspekteurs der Konzentrationslager Theodor Eicke (1892-1943) wurde nach ihrer militärischen Nutzung in der DDR im Jahr 2006 zur Internationalen Jugendbegegnungsstätte und Jugendherberge umgestaltet. Das Haus ist heute nach dem polnischen Schriftsteller Andrzej Szczypiorski (1928-2000) benannt. Er wurde als Jugendlicher nach dem Warschauer Aufstand 1944 in das KZ Sachsenhausen verschleppt und wurde mit seiner literarischen Bearbeitung der polnischen Erfahrung von Besatzung und Zweitem Weltkrieg berühmt. Das Haus wird in Kooperation von der Gedenkstätte Sachsenhausen und dem Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Berlin-Brandenburg, betrieben.