Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Veranstaltung Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes

Am 20.1. gab es eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und des Fördervereins der Gedenkstätte Sachsenhausen. 

Nach der Begrüßung durch Dr. Astrid Ley, Leitung der Gedenkstätte sprachen Dr. Andrea Genest, Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück und die Historikerin Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin über deren  Buch „Unerwünscht - Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes.

Darin beleuchtet sie den Umgang der bundesrepublikanischen Behörden und der Gesellschaft mit den Überlebenden der Konzentrationslager. Sie zeigt eindrücklich auf, in welchem Ausmaß und mit welchen Methoden viele von diesen weiterhin ausgegrenzt, diskriminiert und kriminalisiert wurden. 

Hierzu zählen Männer und Frauen, die als sogenannte „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ in Konzentrationslager-Haft waren. Zurecht wird diese Gruppe heute als „verleugnete Opfer“ bezeichnet. Erst 2020 erkannte der Bundestag sie als Verfolgte des Nazi-Regimes an. 

Dr. Marie-Luise Conen, deren Großvater Häftling in Sachsenhausen und in Ravensbrück war, erzählt im Austausch mit Dr. Katrin Grüber, Vorsitzende des Fördervereins, aus dem Leben ihres Großvaters und was dies für die Familie bedeutete.