Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Presseinformationen

51/26: #DemokratieRelevant – Große Resonanz auf Social-Media-Kampagne gegen rechte Geschichtsnarrative

01. September 2026

Nr.: 51/2026

Rund 100 Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und Dokumentationszentren aus dem gesamten Bundesgebiet sowie zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen – insbesondere auch Institutionen mit dem Schwerpunkt Inklusion – haben sich an der Social-Media-Kampagne unter dem Hashtag #DemokratieRelevant beteiligt. Mit der gemeinsamen Aktion machen sie auf die Gefahren rechtsextremer Geschichtsnarrative und einer völkisch-nationalistisch geprägten Kultur- und Bildungspolitik aufmerksam. Die Kampagne wurde am 24. August 2026 durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Netzwerk Digital History and Memory gestartet.

Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten: „Wir freuen uns über die große Resonanz und breite Beteiligung, die unsere Kampagne gefunden hat. Dies zeigt aber auch die gemeinsame Sorge angesichts eines erstarkenden Rechtsextremismus und von Angriffen auf Erinnerungskultur, Vielfalt und Teilhabe. Umso wichtiger ist es, sich zu vernetzen und Propaganda und Hassparolen überprüfbare Fakten und Argumente entgegenzustellen.“

Jonas Kühne, Referent der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus: „Der Hashtag #DemokratieRelevant, der erstmals Anfang 2025 von unserer Arbeitsgemeinschaft verwendet wurde, macht heute bundesweit auf die unverzichtbare Arbeit der historisch-politischen Bildung und Erinnerungskultur aufmerksam. Denn was in Ostdeutschland seit Jahren zu beobachten ist, geht uns alle an: Der drohende Zugriff des organisierten Rechtsextremismus auf staatliche Institutionen gefährdet die kritische Erinnerungskultur in ganz Deutschland.“

Die verbreiteten Posts spitzen sprachlich zu: „Gefährlich“ ist die kritische Aufarbeitung der NS-Verbrechen für alle, die Geschichte umdeuten, relativieren oder verdrängen wollen, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Dem stellen die beteiligten Institutionen entgegen, was sie leisten: Sie setzen sich nachdrücklich für die kritische Aufarbeitung der Gewaltgeschichte ein. Durch Bildungsarbeit und Forschung schaffen sie Räume für eine offene und faktenbasierte Debattenkultur, für die Begegnung von Menschen und die Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie begreifen die kritische Erinnerungskultur als wichtigen Beitrag zu einer offenen und diversen Gesellschaft. Sie arbeiten für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. 

Die Kampagne unter dem Hashtag #DemokratieRelevant läuft vor den anstehenden Wahlen unter anderem auf Instagram, Facebook, Bluesky und LinkedIn.

 

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Information: www.stiftung-bg.de

 

Kontakt:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz | 16515 Oranienburg | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de

 

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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